Donnerstag, 22. Mai 2008

This blog is no longer updated

Das Ferienlager ist aus. Wir sind wieder zurück in der Schule und der Ernst des Lebens hat wieder begonnen. Zeit für einen neuen Blog? Mal sehen.

Donnerstag, 15. Mai 2008

Dear New Zealand

Thanks a lot for the last two years. It's been an awesome time and we really, really liked every minute of it. Who would have thought that we will fall in love and that saying goodbye will be so painful. We love your sky, your air and your people. Be assured, we will come back. We're hooked.

You might not know it, but in fact you have changed us. For the better. We smile towards strangers, we embrace the unknown and we feel light like a feather.

We are truly humbled that we had the opportunity to meet so many new friends and are just amazed how they all welcomed us into their hearts. We sincerely hope that the friendships that we forged here last forever and we will never forget you.

We miss you already,

Esther & Dominik

Dienstag, 13. Mai 2008

Back from Tongatapu

Batteries are recharged!

Tonga war wunderbar. Erst waren wir fünf Nächte im Fafa Island Resort. Das ist eine kleine "Privatinsel" mit Restaurant und etwa 15 Fale (Hütten). Alles ist so im polynesischem Stil gebaut, Wände aus geflochtenen Palmenblättern, etc. Jede Fale hat einen eigenen abgeschirmten Garten, voll mit tropischen Gewächsen mit diesem Blüten die sich die Inselschönheiten immer ins Haar stecken. Von weitem schon ist klar, dass das das Paradies ist. Das Wasser ist kristallklar, der Sand weiss, und die Palmen wiegen sich im warmen Tropenwind. Tritt man dann auf die Insel, wird man von einer Inselschönheit begrüsst und zur eigenen Fale geführt. Dort wartet der Willkommensdrink in Form zweier blumengeschmückter Kokosnüsse und spätestens dann ist es um einen geschehen. Die Fale ist weit und hoch, in der Mitte ein grosses Bett, das Badezimmer ist im Freien (!), und durch den Garten sind es nur wenig Schritte an den Strand, wo schon zwei Liegestühle warten. Wir haben uns wie zwei kleine Kinder gefreut!

Abends dann wird eine Laterne vorbeigebracht, damit man auch sicher zum Restaurant findet. Und das Restaurant, ich sage euch, hammer! Eine grosse Veranda direkt über dem Meer, Neuseeländischer Sauvignon Blanc, eine kleiner Appetizer hier, ein Filetstückchen da, einmal Red Snapper nach polynesicher Art, dann mal Ota Ika (ein Art Vinaigrette mit rohem Fisch und Zitronensaft, ganz lecker), warmer Schokokuchen mit Vanilleeis, es hörte einfach nicht auf! Ich war seelig. Am Morgen wird dann ganz leise ein Thermoskrug mit heissem Wasser vor die Fale gestellt, damit man sich einen Tee oder Kaffee zubereiten kann. Zum Frühstück dann Müsli mit frischen tropischen Früchten und hausgemachtem Yoghurt oder Bacon and Eggs oder.... schwelg. Tagsüber lungert man auf Liegestühlen herum, erkundet die Insel, holt sich eine Pina Colada, oder schnorchelt ein wenig in der Gegend herum.

Nachmittags wird dann ein Schnorcheltrip zu einer anderen Insel angeboten, und die einzigen die gehen sind wir. So haben wir tatsächlich eine Insel nur für uns! Schneeweisser Sand, eine Krabbe die aufgeregt von dannen trippelt und eine Farbenpracht in Blautönen die man nicht in Worte fassen kann.

Aber all das kam dann zu einem nassen Ende... Oh Mann! Es hat geschüttet und geschüttet. So war dann der Abschied von der Insel nicht so schwierig und wir haben uns in Nuku'alofa, in der Hauptstadt des Königreiches im Ali Babas Guest House niedergelassen. Das wird von einem herzlichen Iraner geführt, der mit viel guten Vorschlägen unseren Regenblues vertrieb. Dort haben wir dann Fiona und Brendan getroffen, zwei irische Ärzte auf Weltreise, die uns das Kartenspiel Shithead beibrachten, und Begriffe wie "random", "skank", "raging!" oder "mad like a brush". Mit denen sind wir dann abends ausgegangen, haben viel gelacht und getrunken und am Ende wurde der Abschied schwer, wo wir doch eigentlich nach Tonga gegangen sind um den Abschied von Neuseeland zu versüssen...

Donnerstag, 8. Mai 2008

kurze Meldung aus Nuku'alofa

Hier in Tonga sind gerade zwei tropische Zyklone aufeinandergeprallt. Oder sonst so was in der Art. Auf alle Faelle koennt ihr Euch das Resultat sicher vorstellen. Es schifft wie sau. Dafuer tritt heute Abend Shaggy (Mista Lova Lova, mmmhh) am Hafen auf. Und dann rockt wahrscheinlich ganz Tonga mit ihm ab. Wir werden es uns nicht entgehen lassen. Aber bevor Ihr jetzt alle haemisch grinst (hehe, es regnet, und dann noch Shaggy, hehe), muss ich Euch sagen dass wir unseren grandiosen Tag auf der einsamen Insel hatten. Wir, 50x50 Meter Insel (innen Palmen, aussen weisser Sand), tuerkises Meer und je einmal Taucherbrille, Schnorchel und Flossen. Es war umwerfend. Und genau so wie die Werbung es verspricht. Abends dann Sauvignon Blanc, Red Snapper und spaeter dann Mousse au chololat oder auch gern mal eine gekuehlte Kokosnuss. Ahhhhhhh!

Bis bald!

Mittwoch, 30. April 2008

dahin, wo das Meer türkis ist

Esther ist arbeitslos. Ich auch. Es gibt nichts mehr zu tun ausser morgen in aller Herrgottsfrühe aufzustehen, das Taxi zum Flughafen zu nehmen und schon bald unter Palmen dem Nichtstun zu fröhnen. Juhui!

Freitag, 25. April 2008

Partywoche! Lall!

Die Zeit der Abschiedsparties hat begonnen. Die gesamte Belegschaft vom YHA Auckland hat Esther gebührend gefeiert. Annie hat ihr einen langen Wollschal geschenkt ("as Switzerland is so cold in winter"), Erin hat Muscheln gesammelt und ihr einen Anhänger gebastelt, von Lauren gabs ein riesengrosses Schokoladeherz (von dem ich gerade knabbere), Rutene hat uns bekocht (Fettucini Alfredo) und mit aggressiven E-mails dafür gesorgt, dass jede Firma, die in Neuseelands Tourismus etwas zu sagen hat, Esther ein T-Shirt geschickt hat. Am Mittwoch gings dann zuerst ins Wagamama, wo Stray Travel ein Nachtessen spendierte, dann schon leicht angesäuselt ins Classic, ein Comedykleintheater, und dann in die Fat Camel Bar, wo man sich mit Tequilashots den Rest gab. Um halb zwei rappelte es dann an der Türe, weil Esther den Schlüssel nicht mehr ins Schlüsselloch reinkriegte... Erst eine Wolke Al'o'ol, und dahinter torkelte eine glückliche Esther herein. Lallte etwas von "schönstem Abend den ich je erlebt habe" und verlangte immer wieder nach einem Glas Wasser, was sofort geleert wurde.

Und mir erging es ähnlich. Zuerst mal in die Kura Sake Bar, wo japanische Leckereien serviert wurden. Dazu Kirin und gegen Ende hat dann Paul die grosse Sakeflasche herbestellt. Dazu hat er ein Päcklein hervorgeholt in dem eine wunderschönen Schale aus Pohutukawaholz war. Die haben alle gemeinsam für mich gekauft. Ich konnte es nicht lassen und habe auch eine kleine Abschiedsrede gehalten (wer mich kennt, der weiss, dass ich solche Sachen fürs Leben gern mache ;-). Und natürlich blieb es nicht bei der Kura Sake bar. Mike drängte darauf ins Margheritas zu gehen, ein echter "Meat market" wie er zu sagen pflegt. Dort gab's dann nochmals beer jugs und cocktails und meine Heimkehr war dann auch nicht gross anders, als die von Esther...

Später schaute Andy vorbei, dessen Honours thesis ich betreut habe. Er hat während der Laborarbeit von allen Schachteln mit Pipettenspitzen die Plastikeinsätze gesammelt und in ein Kunstwerk für mich und Esther verwandelt. Ich war sprachlos.

Mit Kirsty und Craig gings ins Vivace, mit Mat und Mary in die Mezze Bar. Mit allen wurde auf ewige Freundschaft angestossen und geschworen, dass man sich wiedersehen wird.

...und es wird trotzdem nicht leichter, Neuseeland zu verlassen.

Samstag, 19. April 2008

Basislager abgebrochen

Heute sind wir ausgezogen. Wir wohnen für die letzten Tage in einer Wohnung in der Jugi, in der Esther arbeitet. Das ist natürlich sehr praktisch und ermöglicht es uns, den Übergang Neuseeland-Schweiz ruckelfrei zu gestalten. Komisch ist es aber. Auto weg, Fernseher weg, Sofa weg. Haben alles auf Trademe versteigert. Mit dem Sofa war das ja lustig. Die flippten völlig aus. Tausend Leute haben sich das Ding online angesehen, hundert haben es auf ihre Watchlist getan und sich dann gegenseitig in die Höhe gebietet. Am Ende haben wir für das Ding 50 Dollar mehr gekriegt als wir vor zwei Jahren auf Trademe bezahlt haben (!). Und die Käuferin war erst noch im siebten Himmel. Versteigern macht Spass. Ich werde glaub ich in der Schweiz öfters mal bei Ricardo reinschauen.

Und jetzt sind es nur noch wir und je zwei Koffer. Ok, es sind zur Zeit noch deutlich mehr als zwei Koffer, daran müssen wir noch arbeiten. Obwohl, wir haben ja schon kräftig weggeworfen. Gerade vorher haben wir an Freunde noch die paar Habseligkeiten verschenkt, die hierbleiben müssen, und wer irgendwann einmal im YHA City übernachtet und sich in der Küche etwas zubereitet, dem könnte es passieren, dass er mit unserem Besteck isst und aus unseren Tassen trinkt!

Heute abend gehen wir nochmals aus, mit Kirsty und Craig. Dann stossen wir auf zwei phänomenale Jahre an und schwören uns gegenseitig, dass wir uns irgenwann wiedersehen!

Mittwoch, 9. April 2008

Brücken abbrechen

Wir verkaufen Stück für Stück unsere Habseligkeiten und werden irgendwie leichter und leichter. Die Heimreise wird real und die Vorfreude steigt! Heute erledigt:



Donnerstag, 3. April 2008

Jessica Cook

...kenne ich nicht persönlich. Aber wenn ich ihren Namen in den Titel setze, dann stösst ja vielleicht jemand drauf der sie tatsächlich kennt. Zum Beispiel Henry, wenn er noch lebt. Ich habe auf dem Parkplatz bei den Dünen von Te Henga (Bethells Beach) einen Zettel gefunden, auf dem sie ziemlich deutlich zu verstehen gibt, dass ich den auf keinen Fall lesen darf. Aber wie sagte schon Räuber Hotzenplotz? "...und was verbotte isch, das reizt mich grad bsunders!" Und zudem liegt er ja auf dem Parkplatz herum. Also habe ich ihn gelesen. Und fotografiert. Und dann noch online veröffentlicht. Hehe. Das kommt davon, wenn man in Tagträumen seine 45er zückt ("zück") und auf unschuldige Fussballer schiesst. Aber vielleicht ist Henry ja auch ein Vollidiot der es echt verdient hat?

Mittwoch, 2. April 2008

Abschiedstour


Neuseeland will gebührend verabschiedet werden. Und zudem gibt es ein paar wichtige Orte, die wir noch gar nicht besucht haben. Cape Reinga zum Beispiel, nicht der nördlichste Punkt des Landes, aber der oberste der Nordinsel. Dort wo die Maoriseele nach dem Tod den Wurzeln eines Pohutukawabaumes entlang nach unten zum Meer gleitet, über die Wellen zu den Drei-Königs-Inseln strebt um dort zu versinken und ins gelobte Land Hawaiki zurückzukehren. Heimkehr also.
So haben wir uns in die Bay of Islands aufgemacht um von dort mit Awesome Adventures über den 90-Mile Beach zum Cape Reinga zu fahren. Das grosse Spektakel ist dabei natürlich der ellenlange Sandstrand über den man mit dem Bus brettert. Meer, Strand und Dünen sind immer eine gute Kombination und so auch hier. Wir sind seelig dagesessen, haben aus dem Fenster gestaunt und allem adieu gesagt, was an uns vorbeiflitzte. Adieu Möwe! Adieu Toe Toe! Adieu Flachs! Adieu Dünengras! Adieu Pohutukawa! Adieu Norfolk Pine!
Zuoberst werden dann die Dünen immer höher und der Buschauffeur haltet dann an, zaubert einen Stapel Bodyboards aus dem Bus hervor und verteilt sie an alle. Mit denen unterm Arm klettert man die Dünen hoch und brettert sie wieder runter. Mit einem Affenzahn!
Das Kap ist dann weniger spektakulär. Da kommen halt Land und Meer zusammen, zufälligerweise ist das Land mehr oder weniger am Nordende der Insel, that's it. Ne, ist schon schön, aber eben, ihr wisst was ich meine.
Übernachten konnten wir im YHA Paihia, wieder einmal umsonst, dank Esthers Beziehungen in der Touri-Branche. Das ist schon fein. Und diese Jugis sind ja mittlerweile wirklich schon beinahe luxuriös. Ach ja, Baschi, "The Rock" war auch wieder da. Hat vor Paihia vor sich hin gedümpelt und auf Kundschaft gewartet...
Am letzen Tag sind wir dann über den Hokianga Harbour zur Westküste und zurück nach Auckland. Dort oben, am Harbour, liegt das kleine Dörfchen Rawene, und im örtlichen Cafe, das in einem alten Bootshaus über dem Wasser stelzt, haben wir einen Kaffeehalt gemacht. Dort hat eine lokale Künstlerin ihre Fotografien ausgestellt und so haben wir wunderschöne Andenken kaufen können! "Einen Cappucino, einen Flat White und diese sechs Fotos bitte." Auf Englisch natürlich.
Das war es dann auch. Auf Busreisen wird man schläfrig und als wir wieder aufgewacht sind, waren wir in Auckland. Oder jedenfalls fast. Und jetzt haben ich nur noch ganz viele Fotos die einfach noch in diesen Eintrag reinmüssen. Also schreibe ich einfach so lange weiter, bis alle drin sind. Ich kann Euch ja noch von Seven Seas erzählen. Das ist kein Ort den wir besucht haben, sondern die Firma, die für uns zwei grosse Kisten voller spannender Sachen zurück in die Schweiz schippert. Es scheint wir kommen mit mehr zurück als wir damals gegangen sind. Es ist immer dasselbe. Die Kisten seien dann bis zu 90 Tage unterwegs, da wollen wir die lieber mal früher als später abschicken! Und jetzt noch das Rezept für den zweiten Geburtstagskuchen. Dieses Rezept ist von Donna Hay und auch lecker. Die Mohnsamen knuspern fein und der Kuchen herrlich feucht und wirklich sehr orangig.

Orangen-Mohntorte

Für die Torte:
  • 1/3 Tasse Mohnsamen
  • 3/4 Tasse Milch
  • 200g weiche Butter
  • 1 Esslöffel feingeriebene Orangenschale
  • 3/4 Tasse Zucker
  • 3 Eier
  • 2 Tassen Weissmehl
  • 1 1/2 Teelöffel Backpulver
  • 1/2 Tasse frisch gepresster Orangensaft
Für den Sirup:
  • 1 Tasse Zucker
  • 1 Tasse frisch gepresster Orangensaft
  • 1/2 Tasse geriebene Orangenschale
Zubereitung:

Den Ofen auf 160 °C vorheizen. Den Rand einer Springform mit Butter bestreichen und bemehlen, den Boden der Springform mit Backpapier auslegen. Milch in eine Schüssel geben und die Mohnsamen hineinrühren, zur Seite stellen.
Butter, Orangenschale und Zucker mit dem Mixer mischen bis sie leicht und cremig sind. Stück für Stück die Eier dazugeben und weitermischen. Mehl und Backpulver darübersieben und den Orangensaft und die Milch mit den Mohnsamen beifügen. Alles vermengen und in die Springform giessen.

Während 55-60 Minuten backen (Zahnstochertest!).

Während die Torte vor sich hin backt, den Sirup zubereiten. Zucker, Orangesaft und -schale in einer Pfanne auf kleiner Hitze aufkochen. Rühren bis der Zucker sich aufgelöst hat, dann Hitze erhöhen und für 5-6 Minuten kochen oder bis der Sirup sirupig wird.

Die Hälfte des Sirups über die heisse Torte giessen (eventuell Löcher in den Kuchen stechen, damit der Sirup auf hineinfliesst). Den restlichen Sirup zu den Tortenstücken reichen.

Montag, 31. März 2008

Auflösung

Nachdem sich ja die Kommentare nach unserem letzten Blogeintrag mit dem Rätsel regelrecht überschlagen haben ;-), wollen wir natürlich mit der Auflösung nicht warten. Wir haben das Foto von unseren kleinen Kamera mit einer anderen Kamera geschossen. Seit kurzem sind wir stolze Besitzer einer Spiegelreflexkamera mit allen Schikanen. Eigentlich hätten wir das Ding ja zu Beginn unseres Neuseelandaufenthaltes kaufen sollen, aber man weiss ja wie das ist. Jetzt auf alle Fälle hält uns nichts mehr zurück und wir lernen Stück für Stück was es mit Blende und Verschlusszeit, Tiefenschärfe und Weissabgleich auf sich hat. Nur die 400 ISO, die mir so vollmundig versprochen wurden habe ich noch nicht gefunden. Aber die sind vielleicht auch ganz klein irgendwo eingebaut. Obwohl, 400 davon, da sollte man die ja schon sehen.

Esther ist ein Jahr älter geworden und das war eine gute Gelegenheit, die Kamera gleich mal auszuprobieren. Wir hatten volles Haus und alle waren da, Karla & Andrew, Rutene, Chris, Annie, Kirsty & Craig, Rachel & Miles, Susi & Dan und Sarah & Adam. Es war ein wunderbarer Abend. Alle haben geplaudert und gelacht, Bier und Wein verschwanden in Nullkommanichts, wie auch alle Leckereien die wir unseren Gästen auftischten. Nie hätten wir gedacht, dass wir der kurzen Zeit die wir hier leben, eine solch grosse Sammlung an lieben Freunden gewinnen würden! Zum Glück finden sich viele davon auch in Europa wieder, es ist also nicht alles komplett vorbei in einem Monat. Der Geburtstagkuchen war übrigens super lecker und ich möchte Euch das Rezept nicht vorenthalten! Ich habe es hier gefunden.

Schokolade-Bananentorte à l'Orangette
Für den Kuchen:
2 Tassen gesiebtes Weissmehl
¾ Tasse und 2 Esslöffel Zucker
1 Teelöffel Natron
¾ Teelöffel Backpulver
½ Teelöffel Salz
2 grosse reife Bananen, geschält (ungefähr 225 g)
½ Tasse Sauerrahm (keine Crème fraiche)
2 grosse Eier
1½ Teelöffel Vanilleextrakt
140 g ungesalzene Butter (kein Problem in der Schweiz), auf Zimmertemperatur aufgewärmt
Für die Ganache:
¾ Tasse Vollrahm
225 g beste dunkle Schokolade, fein gehackt
1 Esslöffel Rum (oder zwei...)

Ofen auf 175 °C vorheizen. Rand einer Springform mit Butter bestreichen und mit Mehl bestäuben, Boden mit Backpapier auslegen.
In einer grossen Schüssel Mehl, Zucker, Natron, Backpulver und Salz mischen. Zur Seite stellen.
Bananen und Sauerrahm mit einem Stabmixer pürieren. Eier, Vanille dazugeben und nochmals kurz mischen.
Aufgeweichte Butter und etwa die Hälfte des Pürees zu den trockenen Zutaten in die Schüssel geben, mit Mixer auf langsamer Stufe vermengen. Dann auf Schnell schalten und etwa 90 Sekunden weitermischen. Rest des Pürees dazufügen und alles vermengen.
Teig in die Springfrom giessen und während 35-45 Minuten backen bis die Torte golden ist und ein Zahnstocher, den man hineinsteckt, trocken und sauber herausgezogen werden kann. Torte aus dem Ofen nehmen, 10 Minuten abkühlen lassen und dann den Rand der Springform entfernen. Die Torte vorsichtig auf einen Gitterrost stürzen, Boden der Springform und Backpapier vorsichtig entfernen und den Kuchen auskühlen lassen.
Wenn der Kuchen abgekühlt ist, die Ganache vorbereiten. Schokolade in eine Schüssel geben, Vollrahm erhitzen (nicht kochen!) und über die Schokolade giessen. Rühren bis die Schokolade geschmolzen ist. Dann zudecken und für 5 Minuten stehenlassen. Sanft rühren bis die Mischung ganz glatt ist. Den Rum hineinrühren. Ganache bei Zimmertemperatur auf etwa 30 °C abkühlen lassen, gelegentlich rühren.
Die abgekühlten Torte mitsamt Gitterrost auf Zeitungspapier stellen und mit der Ganache übergiessen. Die Ganache reicht bei weitem. Den Rest vom Papier retten und einfrieren, kann später für Coupe Danemark verwendet werden. Die Torte für mindestens eine Stunde bei Zimmertemperatur stehen lassen. Mit Bananenscheiben garnieren (erst wenn die Ganache erkaltet ist!).

Sonntag, 23. März 2008

A friendly reminder

Sie haben die Canon Neonleuchtschrift vor unserem Schlafzimmer entfernt. Jetzt erinnert uns LG dafür jede Nacht daran, den Tag zu pflücken.

Und dann noch ein Quiz: das ist die Kamera, mit der wir alle Fotos für diesen Blog schiessen...

Mittwoch, 19. März 2008

Kiwi!

Nicht nur lustig, es sagt auch ein wenig etwas über die neuseeländische Seele aus...

Samstag, 15. März 2008

Schmerz

Donnerstag und Freitag waren wir in Opoutere, einem klitzekleinen Dorf an der Pazifikküste, unterhalb von Coromandel. Heute morgen sind wir wieder zurückgefahren und wie wir so im Morgennebel durch den Wald fahren, vorbei an riesigen Bäumen und Baumfarnen, da sagt Esther plötzlich: "Gä, das isch wohrschinlich s letscht Mou wo mir in Coromandel sin...". Mir sind beinahe die Tränen gekommen. Es tut uns beiden sehr weh, Neuseeland bald verlassen zu müssen. Das Land, seine Menschen und seine Natur sind uns sehr ans Herz gewachsen.

Eine Freundin von uns schmeisst das Youth Hostel in Opoutere und die haben wir besucht. Das Hostel verkrümelt sich unter einem steilen Berg im Wald und morgens wird man vom Geschrei der Kakas geweckt. Es war früher mal die örtliche Schule und ist jetzt ein absoluter Geheimtipp für alle Reisenden, die einfach mal zwei, drei Tage an einem Ort verbringen möchten, an dem die Zeit ein wenig langsamer verstreicht als sonstwo. Nebenan in Whangamata hat es einen Metzger, bei dem haben wir leckere Würste gekauft (mit Mountain Pepper & Thymian, Rotwein und dann noch die mit Tomaten & Basilikum), dann noch eine Kiste Bier und zwei Flaschen Sav und schon kann ein gemütlicher Abend beginnen. Ach ja, Watties Tomato Sauce natürlich noch (wehe dem der Ketchup kauft!). Leider haben wir nur ein Foto. Es zeigt mich und ein paar neugierige Touris, dann gab der Akku seinen Geist auf (ich glaube, ich habe das verbrochen). Ich stand da so gemütlich am Grill, wende das Fleisch, und dann kommen diese Touris da, so ganz harmlos. Fragen ein wenig hier, ein wenig da, geben mal einen Tipp zum Grillieren ab und plötzlich bin ich umrundet von einer Schar Grillprofis die alles besser wissen! Na, geschadet hat es nicht, und eigentlich war es recht lustig (vor allem weil wir am nächsten Tag nochmals grilliert haben, und gemerkt haben, dass der Grill am Abend zuvor komplett falsch aufgestellt war: waren also doch nicht so die Profis, hehe!).

Tagsüber haben wir die Kayaks hinterm Haus hervorgeholt und haben die Lagune vor dem Hostel erkundet. Oder wie nennt sich das? Ist halt so ein brackisches Flachgewässer, das von einer Sanddüne vom Meer abgetrennt ist. Da hat es jede Menge Herons, Kingfisher, Stilts, Oystercatcher und natürlich tummeln sich auch die Pukekos in der Nähe. Nur leider hat es gotterbärmlich heruntergeschifft und wir waren nach kurzer Zeit klatschnass. Machte aber nichts, schliesslich wartete ja eine heisse Dusche auf uns und wir haben uns eingeredet dass es ja im Sonnenschein ein jeder kann...

Also, wer demnächst nach Coromandel fährt: nicht in Whitianga übernachten, nein, lieber noch die paar Kilometer weiterfahren und Opoutere besuchen!

Donnerstag, 6. März 2008

Jubel!!!

Freut Euch alle mit mir! Pauken und Trompeten! Feuerwerk! Champagner! Lache, oh Welt, und tanze auf den Strassen, denn dieser Tag soll auf immer ein grosser Freudentag sein! Ich bin Onkel von Sophia Ruby, dem schönsten Mädchen von Basel und ich freue mich wie ein Schneekönig!

Mittwoch, 5. März 2008

Update

Funkstille hier auf'm Blog. Zeit das zu ändern.

Der Sommer scheint hier langsam aufzugeben, auf alle Fälle regnet es heftig. Aber zum Glück heisst das, dass die Pilzsaison beginnt! Nicht, dass ich der grosse Kenner wäre, aber einer bei uns im Institut, der ist passionierter Pilzler, und der würde eine kleine Tour leiten. Das wird lustig. Zumal es hier ganz geile Pilze gibt: Entoloma hochstetteri, der Märchenpilz. Den würde ich gerne mal sehen. Vielleicht habe ich ja Glück. Ob man den essen kann weiss ich nicht, hier in Neuseeland weiss man vergleichsweise wenig über die hiesigen Schwämme. Deswegen beschränkt sich die Pilzauswahl in den Läden auch auf einige wenige "internationale" Sorten.

Kürzlich waren Rahel und Sala zu Besuch, ich habs erwähnt. Das war schön. Gäste beherbergen macht Spass. Auch wenn wir irgendwie gar nicht so viel unternommen haben. Einfach zusammen kochen und trinken, mehr braucht es gar nicht. Zudem ist es einfach anders, wenn Schweizer zu Besuch sind. Irgendwie hat man das Heu eben schon auf der gleich Bühne und in Mundart plaudert es sich einfach einfacher... Und jetzt eben war This da, ein Cousin von Esther. Der bereist jetzt Neuseeland und wir haben solange ein Bett offeriert, bis der Jetlag weg war. Mittlerweile wissen wir genau, wie lange es geht. Erster Tag: "jaja, es ist schon noch ein komisches Gefühl", und so zwischen 7 und 9 abends klappen sie weg. Zweiter Tag, schon besser. Aber das Gähnen kommt am Abend wieder, aber so bis 10 Uhr ist kein Problem. Dann, am dritten Tag dann ist der Normalbetrieb wieder möglich.

Und dann sind wir zur Zeit dabei, unser Hab und Gut auf Trademe zu verkökern. Hier könnt ihr schauen, was ich zur Zeit so im Angebot habe. Nicht dass ich davon ausgehe dass jemand in Europa oder so unsere Heizung kauft, einfach so, für die Gwunderfitzigen. Und später wird es dann spannend. Dann gibts dann ganze Kücheneinrichtungen und vielleicht sogar ein Auto. Mal sehen wieviel wir für unsere Kiste kriegen. Die Ferien- und Heimflüge würden wir schon gerne rausholen. Das muss ich dann in der Schweiz auf öfters machen, online Sachen vertschutten. Das ist recht lustig, man kriegt so ziemlich jeden Kram los, hält die Wohnung schön leer und tut noch was Gutes für die Umwelt, weil is ja recycling, sozusagen.

Was sollen wir eigentlich heimbringen von Neuseeland. Also für uns, nicht für Euch! Es gibt hier viele Gallerie-Souvenirshop-Hybride die wunderbare Bilder verkaufen. Nicht ganz billig und manchmal an der Grenze des Kitschigen, aber ich glaube wir werden noch schwach. Meine derzeitigen Favoriten, Rangitoto und Tui. Kommentare willkommen. Und wie bringt man die eigentlich heim? Einpacken und lächelnd ins Flugzeug steigen? Oder einfach verschicken? Vielleicht ist das einfacher.

Dann müssen wir hier nur noch mit den Nachbarn von obendran klarkommen. Die haben eine seltsame Art, ihr Badezimmer zu reinigen. Bei uns tropft es dann jeweils aus der Decke. Beim ersten Mal habe ich ihn in Aktion gesehen: Er hat eine Überschwemmung veranstaltet und dann versucht, die Bescherung mit einem Fön (!) zu beheben. Hallo! Das ist das schlimmste, junge Männer, denen nie beigebracht wurde, wie man einen Haushalt führt. Aber wir haben die Wohnung ja nicht mehr lange, hoffen wir, dass die Decke bis zum Ende hält...

Donnerstag, 14. Februar 2008

Schinesische Kueche

Ich hab' was gelernt, als ich gestern beim Chinesen Gemuese eingekauft habe. Da stand naemlich eine Kiste voller Kohlrabi und was stand auf dem Schild darueber? Kohlrabi! Irgendwie fand ich das sehr verblueffend, dass auch der englischsprechende Teil der Weltbevoelkerung diesen vegetarischen Sputnik "Kohlrabi" nennt. Vielleicht versteht ihr das jetzt nicht, vielleicht schaut ihr mit gefuellten Backen von eurem Teller Kohlrabi auf und mampft: "Ko-abi? Wie-o 0ll a be-iell ein?" Nun, weil ich es so finde.

Aber ich habe keinen gekauft. Weiss nicht so genau was man damit machen kann. UND JETZT BITTE KEINE REZEPTE IN DEN KOMMENTAREN!

Soll ich Euch jetzt noch sagen, dass wir zur Zeit die Wassermelonen fuer 70 Rappen das Kilo kriegen? Ne, ich behalts lieber fuer mich. Ihr habt ja dafuer die Fasnacht!

Freitag, 8. Februar 2008

Fafa

Fafa? Wasn das? Tja, dazu spaeter. Erstmal was hier so los ist: Rahel und Sala sind zu Besuch! Auf ihrem Trip around the World (das war jetzt gerade ein extremer Insider fuer Sala himself) machen sie in Auckland Halt und wir beherbergen sie fuer ein paar Tage. Gerade jetzt im Moment werden wir bekocht, die zwei haben in Thailand einen Kochkurs besucht und wir profitieren nun davon! Lecker! Und ansonsten steht halt alles so an, was man mit Gaesten in Auckland macht. Steaks essen, sich in Ponsonby mit Sauvignon Blanc die Kante geben und ihnen einen Zopf auftischen (kommt immer gut an).

Und dann habe ich heute noch das Rueckflugticket in die Schweiz gebucht... Yeah!

Und ein anderes Ticket haben wir auch noch gebucht. Dahin. :-) Wir freuen uns tierisch!

Donnerstag, 24. Januar 2008

it's about time

Habe heute beim Abbiegen auf die Autobahnausfahrt den Scheibenwischer anstelle des Blinkers betätigt.

Entweder reichen bei mir auch zwei Jahre nicht, um auf den Linksverkehr zu wechseln - oder ich bin reif für die Rückkehr...

Samstag, 19. Januar 2008

wie es war.

laut. gestossen voll. heiss.

Neu entdeckt: Arcade Fire.

Aber erst mal der Reihe nach. Der Big Day Out wird mit grosser Kelle angerührt. Der findet hier in Auckland und dann später gleich noch in mehreren Städten Australiens statt. Die ersten Anzeichen für das grosse Ereignis hat Esther natürlich am Tag zuvor im Youth Hostel mitbekommen. Die Kiddies haben ihr die Türen eingerannt (also, symbolisch). Und sie war dankbar, dass sie heute, am Morgen danach, nicht die die Frühschicht hatte, denn das ist nicht lustig... Aber alle waren bestens drauf und wir auch und so haben wir uns mit dem Shuttlebus auf den Weg ins Mt Smart Stadium gemacht. Hier bedankt man sich beim Aussteigen ja immer beim Fahrer, und natürlich wieder, eine Busladung voll "Thank you driver!!!" Und dann ab ins Stadion, wo 6 Bühnen aufgestellt waren, Karussells, Markstände, Fressbuden, pipapo. Was gewöhungsbedürftig war, war das Alkoholregime. Man zeigt seinen Fahrausweis, kriegt ein Bändeli wenn man älter als 18 ist und kann dann in einer abgesperrten Zone Bier kaufen gehen (maximal 4 Flaschen pro Person), dass man dann auch dort trinken muss. Gut, es hat den Vorteil, dass am Ende tatsächlich keiner betrunken war, aber das war auch der einzige Vorteil. Dafür hatte es Dänische Waffeln mit Eiskrem, Schlagrahm und Schokososse! Und bei den Marktständen sind wir wieder auf dieses Ulk-Tshirt gestossen, dass ich irgendwie noch gut finde. Darauf sind zwei Schokoladeosterhasen, dem einen ist das Hinterteil abgebissen, dem anderen die Ohren. Und der eine sagt: "My butt hurts" und der andere antwortet "what?". Muahaha! Und einen Kühl-Tunnel hats, mit feinem Wassernieselregen, durch den man durchgehen kann. Und weil es ein Stadion ist, kann man sich auf den Tribünen niederlassen und dem Wahnsinn aus sicherer Entfernung zuschauen. Und Langos gabs, mit Knoblauch! Und natürlich jede Menge Leute zum Begaffen: Punk-Schmetterlinge, strahlende 17-jährige mit Bändeli, Hitzeopfer, vollgepiercte, zutätowierte, und alle in bester Laune (ausser das Hitzeopfer). Und die Bands? Es ist hart, nachmittags um zwei ohne Schatten ein Konzert durchzustehen. Aber wir waren eifrig und hörten überall ein wenig rein. Dr Octagon trat sogar im Schatten auf, in einem Zirkuszelt, das den passenden Namen 'Boiler Room' hatte. Und gegen Abend wurde es dann erträglich. Arcade Fire auf der grossen Bühne, dann Shihad ("We are Shihad and we are going to play some fucking hardcore!" Schrammel-schrammel-schrammel!!!), und endlich, Björk. Mit Posaunen und Trompeten, im grünen Gewand, mit klebrigen Fangfäden die aus ihren Händen fliegen wenn sie 'Hunter' singt und mit einem leisen "thank you" nach jedem Lied. Und dann, dann war die Zeit reif für Rage und der Mosh Pit tobte. Sie klangen wie damals, als wir noch jung waren (...), und während sie 'Bombtrack' anstimmten, schlichen wir auf leisen Sohlen davon...

Freitag, 18. Januar 2008

heute auf dem Programm

Rage Against the Machine, Arcade Fire, Carl Cox, LCD Soundsystem, Krafty Kuts and MC Dynamite, UNKLE, Dizzee Rascal, Enter Shikari, Cut Off Your Hands, Katchafire, Shihad, Young Sid, Motocade, Brand New, Shy Child, Die! Die! Die!, Dr Octagon with Kutmasta Kurt, Scribe,
Dam Native, Collapsing Cities, Supergroove, Tiki Taane, Pluto, Björk, Grinspoon, Paul Kelly, Hilltop Hoods, Billy Bragg, Spoon, Kate Nash, Battles, The Clean, The Phoenix Foundation, SJD,
Antagonist, White Birds and Lemons, Anti-Flag, Operator Please, The Nightwatchman (Tom Morello acoustic), Aceyalone, Opshop, Bleeders, The Checks, Havoc, Liam Finn

Heute ist der Big Day Out und wir gehen hin. Morgen oder so erzähle ich Euch dann wie es war!

Mittwoch, 16. Januar 2008

Kolonialwaren

Hier ist es brütend heiss. Da hilft nur eines, Früchtetee aufbrühen, abkühlen lassen und immer eine Flasche davon dabei haben. (ok, die Wassermelone im Kühlschrank hilft natürlich auch)

Dabei brühen wir diesen Tee hier auf, mit Exotischen Früchten wie zum Beispiel Oranschen, Hagebutten und Himbeeren (...?).

Ober: Darf ich mal die Bestellung aufnehmen...
Kempe: Ein Bier...
Ober: Also, wieviel Bier?
Dr. Schnoor: Ein Pils...
Ober: Zwei Bier...
Müller: Ein Cola...
Meier-Grabenhorst: Mir bitte einen Hagebuttentee...
Paul: Einen normalen Tee...
Ober: Mit Milch oder Zitrone?
Paul: Milch
Der Ober wendet sich zum Gehen...
Frau Westphal: Entschuldigen Sie... für mich ein Viertel trockenen Roten...
Ober: Einen trockenen Roten...
Der Ober wendet sich wieder zum Gehen.
Paul: Ach, und eine Schlemmerschnitte...
Ober (im Gehen): Eine Schlemmer...
Müller: Herr Winkelmann, Sie haben heute den Vorsitz!
Paul: Ach was?

Dienstag, 15. Januar 2008

vom Feinsten

Gestern auf dem Gehsteig gefunden. Verkaufen oder selber reinziehen?

Sonntag, 13. Januar 2008

Gewagt, gewagt!

Manche Touristinnen nehmen viel auf sich um auch eine Pinguintour "in style" zu absolvieren. Respekt.

Samstag, 12. Januar 2008

Sommer

...wenn ich die Kamera hier hätte, dann würde ich Euch ein Foto von den Erdbeeren zeigen, die ich gerade unter den Schlagrahm hebe.

Aber die Kamera ist bei Esther in Dunedin. Und am Montag ist Esther wieder da! Beinahe passend läuft deshalb hier auch gerade "This time tomorrow" von The Kinks. Und wer das gerne hören möchte, der soll ins Kino gehen und The Darjeeling Ltd schauen gehen. Ganz grosses Kino!

Freitag, 11. Januar 2008

Niiiiiiiemals! Versprochen?

Neuseeland dies, Neuseeland das, alles super hier, Touristenmekka, Natur pur, Delfine noch und nöcher, Bungy hoch und höcher, alles prima, Friede, Freude, Eierkuchen.

Könnte man meinen.

Doch dem ist nicht so. Oh nein meine lieben Freunde! Denn der ahnungslose Tourist ahnt ja nicht, was ihm passieren kann wenn er Taupo gen Osten verlässt und Richtung Rotorua fährt. Zwei ist die Anzahl der Gefahren, die da auf ihn Warten. Es sind dies: der Prawn Park und (um ein vielfaches schlimmer) Taupo Puzzleworld. Ich verlinke Euch noch nicht dahin, denn das wäre zu gefährlich. Erst muss ich Euch mental darauf vorbereiten: Also, der Prawn Park ist eine Crevettenzucht. Und weil man da ja locker ein paar Planken drüberlegen kann haben sie mir nichts dir nichts einen Erlebnispark daraus gemacht. Da kann man dann Crevettenbabies füttern (hallo!? geht's noch!?) und irgendwie, ach, was weiss ich, ich war ja noch nie da. Der Brüller ist natürlich "Shawn the Prawn", Euer aller Lieblingsmaskottchen und "Killer Golf", wo man Golfbälle in den Crevettenteichen versenken kann... A fascinating day of challenge and adventure for everyone! Aber sicher doch. Abenteuer mit Crevetten. Ich mach mir gleich in die Hosen hier. Die Webseite können wir übrigens durchgehen lassen.

Soweit so gut. Aber die Nachbarn haben sich gedacht: "Guck mal, denen laufen die Touris ja die Bude ein! Mannomann, hätte wir doch nur auch so tolle Crevetten hier, dann könnten wir das auch machen. Wir haben nur dieses Haus mit Garten, schön doof. Reich mal die Flasche rüber." Und nach einer durchzechten Nacht war Taupo Puzzle World geboren. Eine Rolle Teichplastik, ein paar Holzpfosten, das ganze zusammentackern und schon steht das grösste Freilichtlabyrinth von ähm, der näheren Umgebung. Dann noch schnell die olle Eisenbahn von Opa hingeknallt, ein paar ferngesteuerte Boote und Puzzle World stand. Der Kicker ist natürlich das Digi-Schlagzeugset auf dem man rumdreschen kann, ganz toll! Und alles zu Preisen, da wird jedes Rotlichtmilieu rot. Es fehlte nur noch der Auftritt im Web, und den haben sie ganz toll hingekriegt. Frames (mit grauen Umfassungen!), Times New Roman wohin das Auge blickt und im Titel steht immer noch "New Page 1". Dies alles und noch viel mehr. Alleine die Homepage, da läuft einem das Wasser in den Augen zusammen!

Mein Bruder und ich haben gedrängelt und gebettelt. Aber Esther blieb hart, wir fuhren ohne Halt vorbei.

Donnerstag, 10. Januar 2008

Frühstück

...mann, mir geht hier langsam aber sicher das Material aus. Was kann ich Euch denn noch erzählen ohne mich zu wiederholen? Beim Durchstöbern von Picasa ist mir das Bild rechts in die Hände gefallen. Das ist kein Autounfall, sondern ein French Toast. Ich glaube, ich hatte da schon reingeschnitten, als wir das Foto gemacht haben, wenn er frisch an den Tisch geliefert wird sieht er ein wenig anmächeliger aus. Ein French Toast ist eine, wie man hier sagen würde, glorifizierte Fotzelschnitte. Ein armer Ritter also. Hier immer mit Banane obendrauf und nicht nur mit viel Sirup drüber, nein, auch noch mit gebratenem Speck. Aber hey, wir wollen uns nicht beklagen, schliesslich ist die Cholesterinskala nach oben hin offen und man stirbt auch nur einmal an Fettleibigkeit. Also. Zudem wird das ja von den frischen Früchten (man beachte die Orangenscheibe hinten links) ausbalanciert. Die Variante hier haben wir im Fat Dog in Rotorua aufgetischt gekriegt. Und es gehört durchaus zum guten Ton, irgendwann aufzugeben und die Reste liegenzulassen.

Mittwoch, 9. Januar 2008

Gerüstet für die Heimkehr

Wenn wir dann im Sommer wieder in der Schweiz sind (*kollektives Japsen der Leserschaft*)... Wie das wusstet ihr noch nicht? Na, ein paar schon, aber vielleicht nicht alle. Jaja, wir kommen zurück. Wir haben so ziemlich alles abgeklappert hier was es zu sehen gibt (als ob das möglich wäre) und es ist an der Zeit in der Schweiz nach dem Rechten zu sehen. Ich habe gehört Ihr hättet meinen Lieblingsbundesrat abgwählt, den Christoph B., den volksnahen, direkt-demokratischen, der auch mal Themen anspricht, um die andere Parteien (nette und so) grosse Bögen machen, der Macher, der, der Lösungen präsentiert die man auch nach fünf Bier noch verstehen kann. Das geht ja wohl nicht! Zudem ist EM 2008. Und weil der Ehemann in spe von einer Freundin Esthers bei Adidas Neuseeland arbeitet, haben wir auch schon die offiziellen Fanmützen. Nicht das wir uns trauen würden, sowas ausserhalb der eigenen vier Wände zu tragen...

Dienstag, 8. Januar 2008

Clitarchus hookeri

...ist im Fall nichts Unanständiges, auch wenn Jenna neben mir gerade recht entsetzt reagiert hat als ich ihre Reaktion auf diesen Namen getestet habe. Eigentlich ist es was ganz liebes, ein Stick Insect nämlich. Als ich Baschi erzählt habe, dass es die in Neuseeland gibt, da war er ganz angetan davon und ich konnte ihn kaum mehr von den Manukabäumen losreissen, weil dort sollen sie sich an den Blättern gütlich tun. Also haben wir beide auf Rangitoto die Bäume abgeklappert und nach einem Insekt gesucht, von dem wir weder wussten wie es genau aussieht, wie gross es ist, ob es sich bewegt, noch ob die zur Zeit überhaupt am weiden sind, etc. Aber unsere Suche war von Erfolg gekrönt, und stolz können wir Euch Beweismaterial liefern:



Achtet Euch auf die Schaukelbewegung des Insekts am Ende des Films. Das macht es, damit Vögel meinen es sei nur ein Zweig, der sich im Wind bewegt.

Montag, 7. Januar 2008

Kitsch

So sieht es abends aus, wenn ich auf den Balkon trete. Jaja, das hat was für sich. Leider ist niemand da, mit dem ich das teilen kann... Na, dafür kann ich jetzt Dingen fröhnen, da würde es Esther schauern. Zum Beispiel esse ich Pies zum Znacht. Das ist eine dieser Britischen Traditionen, die sie hier noch nicht ausgemerzt haben. Pies sind so kleine gedeckte Küchlein, gefüllt mit Dingen, die man lieber bedeckt lässt. Günstige Fleischabfälle und so. Ist aber echt lecker. Und dazu ein knackiger Salat, das beste Znacht. Habe heute gleich nochmals drei gekauft...

Sonntag, 6. Januar 2008

von Pinguinen und Schmetterlingen

Da habt Ihr ihn, den Pinguin! Steht einfach so da, blinzelt versonnen in die Sonne und hebt seine Ärmchen. Äh, Flügelchen, wollte ich sagen. Jo. Und mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen. Ist halt ein Pinguin. Ich könnte jetzt so eine Geschichte dazu erfinden, so von wegen poor lonely penguin, einsamer Rächer der Enterbten, Beschützer von Witwen und Waisen, Schrecken aller Seelöwen. Aber ich mag gerade nicht.

Darum was anderes: hier, hier habt ihr ein Bild der Jugenherberge von Dunedin. Trägt den stolzen Namen Stafford Gables - die Stafford Giebel - schliesslich steht es ja auch an der Stafford Street. Hübsch, gell? Die Feuertreppe hoch und dann gleich rechts, da haben wir gewohnt. Also das heisst, Esther wohnt ja immer noch dort. Solltet ihr also in der Gegend sein, warum nicht eine Nacht in der YHA Stafford Gables verbringen? Obwohl, das Schmetterlingszimmer gibt es nicht mehr, aber dazu muss ich ausholen: Das Schlafzimmer zuoberst war sehr hübsch hergerichtet, alles in weiss mit Drahtschmetterlingen allüberall, so für die Japanischen Touristinnen, denen gefällt das sehr. Nur nehmen die nie ein Doppelzimmer, sondern eher ein Bett im 6er Zimmer (weil is ein bisschen günstiger, ne). Also wird das Zimmer von Englischen Rugbyspielern oder so gemietet und die finden dann die Schmetterlinge eher ein wenig käsig und abtörnend. Und weibliche Fans können sie ja schlecht in so ein Zimmer abschleppen, dann denken die noch der Rugbyspieler sei so einer vom anderen Ufer oder so, und dann wird nichts aus dem Techtelmechtel. Also hat Larry, der Jefe dort, das Zimmer mal der Esther gezeigt und die muss ziemlich intensiv reagiert haben. Larry meinte nur, sie hätte "What the f*** is this?!" geschrien und begonnen die Schmetterlinge runterzureissen. Ja, ich weiss, das klingt nicht wie unsere liebe Esther, wie wir sie alle mögen und schätzen, und doch, es soll so geschehen sein. Jetzt ist da nur noch ein hübsches Zimmer ohne den Kitschfaktor... Nachdem ich dann einmal beim Nachtessen die Stimme für die armen Schmetterlinge erhoben habe, haben sie tags darauf an unserer Türe geklebt. Aber ins Zimmer durften sie nicht mehr zurück.

Also mussten wir für Kitsch sorgen. Was gibt es da besseres als Mailänderli, jede Menge Zuckerguss, Lebensmittelfarben und farbigen Streusel? Kaum was, genau. Und siehe da, die Japanischen Touristinnen waren begeistert. Die haben sogar alle Guetzli angetööpelt und arrangiert, damit sie noch ein wenig fotogener sind. Damit wäre auch erklärt, warum die Vogelgrippe in Asien so schnell die Runde macht. Und damit sind wir wieder beim, also bei den Vögeln. Und den Pinguinen. Und der Kreis hat sich geschlossen.

Samstag, 5. Januar 2008

Taieri Gorge Railway

Hier mal ein Eintrag für alle Bähnler unter Euch (von einem weiss ich es bestimmt...)!

Ein Teil der Bahnlinie, die einst von Dunedin bis nach Clyde führte, den gibt es noch. Der geht von Pukerangi nach Dunedin und trägt den stolzen Namen "Taieri Gorge Railway". Offensichtlich lässt das das Herz eines jeden Zugfetischisten höher schlagen und zudem ist es auch heute noch ein schnelle und ökonomische Art, nach dem Fahrradfahren wieder zurück nach Dunedin zu kommen. Wenn einem der Shuttlebus an den Bahnhof von Pukerangi bringt, dann denkt man erstmal "häh?". Hier soll ein Zug einfahren? In 15 Minuten? Aber der Buschauffeur versichert einem, dass alles in bester Ordnung sei und verspricht sogar, sich höchstpersönlich um das Gepäck zu kümmern. Also steht man dann da, in der Einöde Central Otagos. Ein Schuppen (der "Bahnhof"), drei Bäume, eine Weiche und weiter hinten noch ein Bauernhof. Doch dann, tatsächlich, rollt da aus der Ferne ein Gefährt heran, das sich beim genaueren Hinsehen als Lok entpuppt. Eine BoBoBo (<fachsimpel>Also 3x2 Achsen, je ein Paar vom selben Dieselmotor angetrieben</fachsimpel> ). Ein äusserst freundlicher Schaffner steigt aus und während er einem erklärt, man sässe dann im vordersten Wagen, könne aber eigentlich irgendeinen Platz wählen, wird ein wenig auf den zwei Geleisen im Bahnhof herumrangiert. Und dann gehts los! Ein wunderbare Zugfahrt durch die Schlucht des Taieri Rivers, runter nach Dunedin. Unterwegs werden Souvenirs verkauft ("These Postcards are two dollars." Ich nestle im Portmonnaie herum "Well, now they are 4 Dollars" Ich denke ich hör nicht recht "you are hesitating, 10!" Am Ende hat er sie mir dann geschenkt...) und im Speisewagen schenken sie Emersons aus! Ein Hochgenuss! Esther gönnt sich ein Gläschen Sav (Neuseeländischer Jargon für Sauvignon Blanc oder Cabernet Sauvignon. Immer hinsehen was sie dann für eine Flasche öffnen wollen!) und so rollen wir über waghalsige Brücken und durch Tunnels gegen Dunedin zu. Viel zu schnell ist der Spass vorbei, sie bestellen uns noch ein Taxi aus dem fahrenden Zug heraus, und schon sind wir wieder zuhause in der Jugi. Und beim nächsten Mal, da zeige ich Euch, wie ein Pinguin vor der untergehenden Sonne aussieht... Man darf gespannt sein!